Irland plant Mahnmal für Opfer von Kindesmissbrauch
Das Mahnmal sei eine Antwort auf den im Mai veröffentlichten Bericht über körperliche Gewalt und sexuellen Missbrauch in den Erziehungseinrichtungen, sagte der Staatssekretär für Kinder, Barry Andrews.
Nach den Enthüllungen über Kindesmisshandlungen in Einrichtungen der katholischen Kirche plant die irische Regierung ein Denkmal für die Missbrauchsopfer. Das Denkmal solle an Vernachlässigung und Misshandlungen in der Vergangenheit erinnern und für die Zukunft Wachsamkeit anmahnen. Es werde in Zusammenarbeit mit noch lebenden Betroffenen entworfen.
Strengere Regelungen
Gleichzeitig legte Andrews einen 99-Punkte-Plan zum besseren Schutz von Kindern vor. Der Plan sieht unter anderem neue Gesetze, mehr Sozialarbeiter und eine schärfere Kontrolle von Kinder- und Jugendeinrichtungen vor. Die Kosten für die Umsetzung des Plans werden mit 25 Millionen Euro veranschlagt.
Missbrauch in katholischen Einrichtungen
Die irische Regierung hatte die Studie über den Alltag in den kirchlichen Einrichtungen seit den 1930er Jahren nach einer Reihe von Enthüllungen im Jahr 2000 in Auftrag gegeben. Demnach waren in zahlreichen vom Staat finanzierten und von der katholischen Kirche betriebenen Waisenhäusern, Kinderheimen und Erziehungsanstalten Schläge und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung. Ein zweiter Bericht über Missbrauchsvorwürfe gegen Priester in der Erzdiözese Dublin, der größten Diözese Irlands, soll in Kürze veröffentlicht werden.
Quelle
http://religion.orf.at/projekt03/news/0 ... and_fr.htm